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Touristische Wegweiser für Travemünde

Mittwoch, 18. Mai 2011 13:34

Travemünde. Mit modernen Hinweisschildern sollen historisch und kulturell bedeutsame Orte für Touristen besser zu finden sein. Etwa die St. Lorenz-Kirche, die Passat oder das Seebad-Museum. In Lübeck wurden in den Jahre 1998 bis 2004 bereits solche Schilder aufgestellt, in Travemünde stehen bislang nur zwei, dann ging der Stadt das Geld aus. Der Kurbetrieb Travemünde soll die Schilder jetzt vervollständigen.

Zwei Schilder stehen schon im Hirtengang. Nach jahrelanger Pause sollen die touristischen Wegweiser in Travemünde nun vervollständigt werden. Foto: HELGE NORMANN

Zwei Schilder stehen schon im Hirtengang. Nach jahrelanger Pause sollen die touristischen Wegweiser in Travemünde nun vervollständigt werden. Foto: HELGE NORMANN

Im November 2010 hatte die FDP einen Antrag zur Erstellung eines Wegweiserkonzeptes für Travemünde in der Bürgerschaft gestellt. Unter Federführung des Kurbetriebes soll nun ein System von Wegweisern zu allen historisch und kulturell bedeutsamen Gebäuden und anderen wichtigen Informationsstätten in Travemünde entwickelt werden. Der Kurbetrieb organisierte eine Gesprächsrunde mit der Lübeck- und Travemünde Marketing GmbH (LTM) und dem Bereich Stadtplanung. Man einigte sich, die Designlinie der bereits vorhandenen beiden Schilder im Hirtengang beizubehalten. Wobei die Schilder größer und damit besser lesbar werden sollen sowie möglicherweise zweisprachig.

Im Kurbetriebs-Ausschuss trug Kurdirektor Uwe Kirchhoff vor, dass die Verwaltung zunächst die Vergabe eines Planungsauftrages vorschlägt. Damit soll festgestellt werden, wo Schilder aufgestellt werden sollen und was das Beschilderungssystem kostet. Die Planungskosten in Höhe von 7.000 Euro trägt der Kurbetrieb. Die eigentliche Investition trägt ebenfalls der Kurbetrieb.

Jörg Hundertmark (SPD) wollte noch geprüft haben, ob sich die Wegweiser im Rahmen der Städtewerbung finanzieren lassen. Kurdirektor Uwe Kirchhoff entgegnete, dass man damals ganz bewusst keine Werbung auf den Schildern wollte, sagte aber zu, das zu prüfen. Peter Reinhardt (SPD) zitierte aus dem Antrag, dass man sich mit der LTM zusammensetzen müsse. Kirchhoff wiederholte, dass das bereits geschehen sei.

Verwirrung entstand dann noch über die Frage, ob der Kurbetriebsausschuss oder die Bürgerschaft die endgültige Entscheidung über die touristischen Wegweiser treffen sollten. Jörg Hundertmark vertrat die Auffassung, das Konzept sei der Bürgerschaft vorzulegen. „Das steht in dem Antrag drin.“ Kurdirektor Uwe Kirchhoff wiederholte, dass die Bürgerschaft das Konzept zur abschließenden Beratung in den Ausschuss für den Kurbetrieb überwiesen habe. „Der Wunsch der Bürgerschaft war, es hier im Ausschuss für den Kurbetrieb abschließend zu beraten.“ Letztlich gehe es aber um die Sache. „Wir können gern der Bürgerschaft noch mal vorlegen, nur in der Bürgerschaft wurde die abschließende Beratung im Ausschuss beschlossen“, sagte Kirchhoff. Der Kurbetrieb will jetzt noch einmal prüfen, ob die Zuständigkeit bei der Bürgerschaft oder beim Ausschuss liegt. Und das Konzept solange weiter vorantreiben. Die Schilder werden dann voraussichtlich im kommenden Jahr aufgestellt. HN

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