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“Baustelle? Travemünde wird wunderschön!“

Mittwoch, 3. August 2011 18:05

Travemünde. Um acht bis zehn Meter wächst der Granit-Belag auf der Travemünder Strandpromenade jeden Tag. Im Juni 2012 soll alles fertig sein. In diesem Sommer leben Urlauber und Tagesgäste mit einer riesigen Baustelle. Trotzdem gibt es kaum Beschwerden.

Hinterm Bauzaun tobt das Strandleben: Sommer 2011 im Seebad Travemünde. Foto: HELGE NORMANN

Hinterm Bauzaun tobt das Strandleben: Sommer 2011 im Seebad Travemünde. Foto: HELGE NORMANN

„Gemessen an den Gesamt-Besucherzahlen halten sich die Beschwerden in Grenzen“, sagt Travemündes Kurdirektor Uwe Kirchhoff. Der Kurbetrieb habe rechtzeitig die Vermieter informiert und Informationsbroschüren gedruckt. Natürlich gäbe es immer mal den einen oder anderen, der sich gestört fühle. „Wobei die Reaktion der Tagesgäste eher Neugier ist, da wird zugeguckt, gefragt und gefachsimpelt am Bauzaun.“

Das bestätigt auch der Travemünder Strandkorbvermieter Johannes Pegel: „Die Beschwerden über die Baustelle halten sich absolut in Grenzen“, sagt er. „Wenn man den Leuten erklärt, warum das so ist, haben auch alle ein gewisses Verständnis dafür.“ Die Baustelle müsse ja am 30. Juni fertig sein, meint Pegel.

Gäste am Strand sind Manfred und Birgitt Beckmann aus Stockelsdorf. Seit vier Jahren fühlen sie sich am Travemünder Strand zuhause. Statt zu schimpfen, freuen sie sich auf die Zukunft: „Das muss ja fertig gemacht werden, wir wissen ja, dass es in ein, zwei Jahren wunderschön sein wird“, sagt Manfred Beckmann. Für ihn gibt es schlimmeres: „Manchmal stört mich nervige Musik im Brügmanngarten mehr.“

„Wir wissen ja, dass es in ein, zwei Jahren wunderschön sein wird“, sagen Manfred und Birgitt Beckmann aus Stockelsdorf. Foto: HELGE NORMANN

„Wir wissen ja, dass es in ein, zwei Jahren wunderschön sein wird“, sagen Manfred und Birgitt Beckmann aus Stockelsdorf. Foto: HELGE NORMANN

Kristina Benecke aus Travemünde hat es sich mit einer Zeitschrift im Strandkorb bequem gemacht. Im Groben sei ja eingehalten worden, was der Kurbetrieb zugesagt habe, meint sie. Alle Zugänge zum Strand seien offen, das finde sie gut. „Das Geramme in der Fahrrinne war wesentlich nerviger“, meint sie. Im April hatte ein Schwimmbagger der Wasser- und Schifffahrtsdirektion manchen Gast um den Schlaf gebracht.

„Das Geramme in der Fahrrinne war wesentlich nerviger“: Kristina Benecke aus Travemünde genießt den Sommer trotz Baustelle. Foto: HELGE NORMANN

„Das Geramme in der Fahrrinne war wesentlich nerviger“: Kristina Benecke aus Travemünde genießt den Sommer trotz Baustelle. Foto: HELGE NORMANN

Bunte Truppe aus Berlin, England und Lübeck: Am Travemünder Strand fühlen sich auch 2011 alle wohl. Foto: HELGE NORMANN

Bunte Truppe aus Berlin, England und Lübeck: Am Travemünder Strand fühlen sich auch 2011 alle wohl. Foto: HELGE NORMANN

„Alles hat einen Anfang und ein Ende“, meint Christa aus Lübeck, die mit einer bunt gemischten Truppe aus Berlin, England und Lübeck ihr Lager am Strand aufgeschlagen hat. Sie kommt selbst aus einem Handwerksbetrieb und hat daher Verständnis, wenn gearbeitet wird. „Wir lieben Travemünde“, sagt sie. HN

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