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Frischer Wind für den Priwall

Sonntag, 16. Oktober 2011 17:20

Travemünde. Die „Gemeinschaft der Priwallbewohner e.V.“ hat früher viel gegen Fährpreis-Erhöhungen gekämpft, in letzter Zeit war es aber ruhig geworden um den Verein. Nachdem der langjährige 1. Vorsitzende Michael Lempe nicht wieder antritt, gibt es jetzt gleich zwei Kandidaten für die Nachfolge.

Neu-Priwaller Uwe Hildebrandt (rechts) wird von Gert Schröder und Marion Lembke-Stark unterstützt. Foto: HELGE NORMANN

Neu-Priwaller Uwe Hildebrandt (rechts) wird von Gert Schröder und Marion Lembke-Stark unterstützt. Foto: HELGE NORMANN

Zur Versammlung am 25. November wollen der bekannte Priwaller Eckhard Erdmann und der frisch hinzugezogene Uwe Hildebrandt um den Vorsitz des Priwall-Vereins kandidieren.

Hildebrandt ist bislang kaum bekannt, will das jetzt aber ändern. Der Baustoffkaufmann ist in Lübeck aufgewachsen, zog später beruflich nach Niedersachsen, kehrte jetzt als Pensionär zurück und sieht in der Vereinsführung eine reizvolle Aufgabe. Von 1986 bis 2011 war Uwe Hildebrandt Bürgermeister von Bevern bei Bremervörde. Den Priwall hat der 67jährige aus seiner Jugend noch in guter Erinnerung, war auf der Halbinsel schwimmen und zelten. Er wünscht sich für den Priwall ein eigenes Profil, hat sich schon die Infrastruktur angesehen, will mit den Anwohnern über das Waterfront-Projekt sprechen und auch im Tourismus aktiv werden. Mit eigenen Veranstaltungen „als Ergänzung zu Travemünde“, wie er sagt. Erfahrungen aus einem Tourismusverein bringt er mit, hält die Vernetzung mit überregionalen Tourismusverbänden für wichtig, die Kontakte zur Metropolregion Hamburg. „Die Kreise größer ziehen“, sagt er.

Die Zusammenarbeit mit der Stadt Lübeck will Uwe Hildebrandt verbessern, Kommunikation sei sein Job, sagt er. Bei den aktuellen Priwall-Projekten sieht er gute Ideen. „Und wenn zwei Tannen gefällt werden, kann man fünf wieder pflanzen“, sagt Uwe Hildebrandt.

Schön länger engagiert sich Eckhard Erdmann auf dem Priwall. Seine Kandidatur ist gut vorbereitet: Ein Team mit Kandidaten für einen vierköpfigen Vorstand plus drei Beiräte steht hinter ihm. Erdmann sieht die Themen für einen Priwall-Verein in den Bereichen Soziales, Umwelt, Tourismus und Verkehr, will sich dafür das Votum der Mitglieder holen. Weiter steht er für eine offene Vereinsarbeit: „Öffentliche Vorstandssitzungen sollten selbstverständlich sein“, sagt Eckhard Erdmann.

Dass einer der Kandidaten den zweiten Vorsitz macht, gilt als unwahrscheinlich. So müssen sich die Priwallbewohner, soweit in dem Verein engagiert, am 25. November 2011 entscheiden. HN

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