L 309: Der Pansdorfer Protest
Dienstag, 6. Juli 2010 7:08
Pansdorf. Eigentlich hätte sie in diesem Jahr erneuert werden sollen, die Landesstraße L 309 in der Ortsdurchfahrt Pansdorf. Stattdessen ein Brief von Minister Jost de Jager aus Kiel: Kein Geld, keine neue Straße. Die Pansdorfer wollen das nicht hinnehmen.

„Wir werden das nicht hinnehmen“, sagt Dorfvorsteher Alfred Stange (rechts), hier mit Ratekaus Bürgermeister Thomas Keller und der Unterschriftenliste vom Dorffest. Foto: HELGE NORMANN
„Leider muss ich Ihnen zu meinem Bedauern mitteilen, dass diese durchaus wünschenswerte Gemeinschaftsmaßnahme angesichts der hohen Kosten nicht wie geplant umgesetzt werden kann und die Realisierung bis auf weiteres zurückgestellt werden muss“, schrieb Wirtschaftsminister Jost de Jager am 6. Mai 2010 ans Ratekauer Rathaus. Nicht mal ein Zeitpunkt wird genannt, wann dieses „bis auf weiteres“ sein könnte. Nur dass es natürlich „geeignete Erhaltungsmaßnahmen“ gibt damit die Verkehrssicherheit gewährleistet bleibt. Die Pansdorfer sind sauer: „Diese Flickerei sind wir in Pansdorf nicht mehr bereit hinzunehmen“, ärgert sich Hannelore Paschke vom Dorfvorstand. Dorfvorsteher Alfred Stange erinnert daran, dass die Pansdorfer schon seit 30 Jahren um eine neue Straße kämpfen. „Wir werden das nicht hinnehmen, wir werden weitere Aktionen starten“, kündigt er an. Rund 400 Unterschriften wurden bereits auf dem Dorffest gesammelt. Angedacht ist, auch eine Demo anzumelden. Zu einer Uhrzeit, wo es den durchfahrenden LKW „weh tut.“ HN
Thema: Text-Archiv | Kommentare deaktiviert | Autor: Helge Normann