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Kommentar: Wortklauberei

Freitag, 13. Februar 2009 13:20

Travemünde. „Das Lichterfest ist eine Veranstaltung des Kurbetriebes Travemünde in Zusammenarbeit mit den Travemünder Gastronomen. Zum sommerlichen Kaffeeklatsch beim Travemünder Tortenfest im Brügmanngarten laden der Kurbetrieb Travemünde und die Bäckerinnung Holstein.
Veranstalter dieses farbenfrohen Saisonstarts (Oster-Drachenfest) im Ostseeheilbad ist der Kurbetrieb Travemünde in Kooperation mit der Firma 8er Kites um Lutz Treczoks. Das 4. Internationale Jazz- und Shanty-Weekend in Travemünde ist eine Veranstaltung des Kurbetriebes Travemünde in Zusammenarbeit mit Travemünder Gastronomen“: So steht es in den Pressemitteilungen, die die Lübeck- und Travemünde Marketing GmbH (LTM) noch letztes Jahr selbst verschickt hat. Daraus geht deutlich hervor: Veranstalter dieser Feste war der Kurbetrieb Travemünde! Wirtschaftssenator Wolfgang Halbedel hat entschieden, den Veranstaltungsbereich vom Kurbetrieb auf die LTM zu übertragen. Damit ist klar: Veranstalter dieser Feste im Jahre 2009 ist die LTM! Wenn die Geschäftsführerin der LTM im Ortsrat jetzt öffentlich sagt, die LTM hätte keine Feste abgesagt, könne das gar nicht, dann muss sie diese Feste auch ausrichten. Wenn sie sagt, sie habe die Feste nicht abgesagt, sie könne nur die Veranstalter nicht unterstützten, dann ist das, Entschuldigung, Schizophren, denn Veranstalter ist sie selbst. Man kann nicht sich selbst nicht unterstützten. Wenn die LTM als Veranstalter das Geld für ihre eigenen Veranstaltungen nicht mehr hat, dann muss sie die Veranstaltung eben absagen. Das ist ganz einfach und kein komplizierter Sachverhalt, den man mehrfach erklären muss. Wenn sich ein Drachenfest überlebt hat, wenn sich das Lichterfest wegen der kurzen Laufzeit durch die Gastronomie nicht refinanzieren lässt, wenn man mit dem Organisator des Jazz-Festivals nicht klar kommt oder einen anderen einsetzen will, dann muss der Veranstalter eine Entscheidung treffen und zu seiner Entscheidung stehen. LTM-Geschäftsführerin Andrea Gastager hat auf der Ortsrats-Sitzung mehrfach Teilnehmer angegriffen, die angeblich nicht den „Mut“ hätten, mit ihr zu persönlich zu sprechen. Hat aber selbst nicht das Rückgrat, zu sagen: „Ja, ich habe die Veranstaltung abgesagt“. Das führt mittlerweile zu der absurden Situation in Travemünde, dass kein Offizieller mehr das Wort „Abgesagt“ in den Mund nehmen kann, sondern nur noch von Festen gesprochen werden kann, die „nicht stattfinden“.
Andrea Gastager hat ein Vierköpfiges Presseteam unter sich und beschwert sich, sie könne sich öffentlich nicht äußern. Sie greift einen Karikaturisten an, der die Situation sehr gekonnt festgehalten hat, und beschwert sich, das sei unprofessionell. Derselbe Karikaturist hat schon Profis wie Kurdirektor Uwe Kirchhoff, CDU-Chef Klaus Petersen, Wirtschaftssenator Wolfgang Halbedel und TWG-Chef Wolfgang Büchtmann aufs Korn genommen. Nie hat sich einer dieser Männer beschwert, denn DAS wäre unprofessionell.
Andrea Gastager hat es mit ihren Rhetorik-Kenntnissen geschafft, den gesamten Ortsrat vorzuführen und die Opfer zum Täter zu machen. Aus der Sitzung geht sie als klarer Sieger hervor. Damit gewinnt sie aber nicht die Herzen der Travemünder, wie sie es einfordert. Was nach der Sitzung zu spüren und zu hören war bei den Travemündern, war ohnmächtige Wut.
Sie sollte sich beim Ortsrat für ihren Auftritt entschuldigen und endlich anfangen, das zu tun, wofür sie bezahlt wird: Lübeck und Travemünde vermarkten und nicht die LTM. Dann kann sie auch mit jeder Unterstützung rechnen.

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