Für den Tourismus, für Lebensqualität, für alle!
Donnerstag, 30. Juni 2011 8:25
Travemünde. Die Travemünder, bis auf drei vielleicht, haben sich längst für den Kurbetrieb entschieden: Tourismus vor Ort in Travemünde. Das heißt: Veranstaltungen zurück, Tourist-Info mit Zimmervermittlung zurück und auch das Marketing zurück.

Der Kurbetrieb Travemünde genießt großen Rückhalt in der Bevölkerung, kann auch von daher mehr bewegen. Es gab sogar Demonstrationen für den Kurbetrieb. Foto: HELGE NORMANN
Die Fraktion »Freie Unabhängige Lübecker« (FUL) hat das jetzt in einer Pressemitteilung klar und leicht nachvollziehbar begründet und zuvor schon einen entsprechenden Antrag für die Sitzung der Lübecker Bürgerschaft am 30. Juni 2011 gestellt.
Jetzt müssen dem nur noch alle zustimmen, damit wieder Frieden einkehrt in Travemünde und hier in vernünftig gearbeitet werden kann: Für den Tourismus, für Lebensqualität, für alle! HN
Die Pressemitteilung der FUL zur Bürgerschaftssitzung am 30. Juni 2011 im Wortlaut:
FUL: Kurbetrieb Travemünde deutlich stärken
Die Fraktion FUL in der Lübecker Bürgerschaft beantragt in der Junisitzung, den Kurbetrieb Travemünde deutlich zu stärken und ihn wieder zur Zentrale der Fremdenverkehrsbetreuung vor Ort zu machen. Der Dauerstreit zwischen LTM und Kurbetrieb müsse beendet werden, indem die Stadt dem Kurbetrieb den Vorzug gebe.
Der Fraktionsvorsitzende der FUL, Jens-Olaf Teschke, erklärt hierzu: »Indem seit Jahren schwelenden Streit, ob die Lübeck und Travemünde Marketing GmbH (LTM) oder der Kurbetrieb Travemünde die bessere Arbeit für den Travemünder Fremdenverkehr machen, muss eine Entscheidung getroffen werden. Die Rathausmehrheit hat sich mehr oder weniger deutlich für die LTM entschieden indem sie in der Sitzung im Februar die faktische Abwicklung des Kurbetriebes eingeleitet hat. Es ist ärgerlich, dass die beteiligten Fraktionen dies nicht in dieser Deutlichkeit zugeben. Die Beschlusslage lässt aber überhaupt keine anderen Schlussfolgerung zu. Die LTM soll die bisherigen Aufgaben des Kurbetriebs weitgehend übernehmen und dieser soll mittelfristig eingespart werden. Wir halten die Aussagen der beteiligten Parteien für unehrlich und die Entscheidung für die LTM für falsch. Es ist offensichtlich, dass die Angelegenheiten des Fremdenverkehrs sehr viel besser vor Ort angegangen werden können. Außerdem ist in den vergangenen Wochen klar geworden, dass sich die Travemünder Bevölkerung viel stärker mit dem Kurbetrieb vor Ort identifiziert als mit der Lübecker LTM. Dieser deutlich artikulierte Bürgerwille darf von der Bürgerschaft nicht ignoriert werden.
Die FUL fordert, jetzt ein Zeichen zu setzen und den Dauerstreit um Kurbetrieb und LTM zu beenden. Die Verantwortung für Veranstaltungen, Marketing, Zimmervermittlung und das Tourist-Büro Travemündes im entfernten Lübeck anzusiedeln, war von vorn herein ein schwerer Fehler der gegen jede kaufmännische Erfahrung steht. Der Weg Verwaltungsteile im Fremdenverkehr von Travemünde nach Lübeck umzusiedeln, um dadurch öffentliches Geld einzusparen, ist gescheitert. Die Vermarktungsleistungen haben gelitten. Stattdessen besteht jetzt ein Zuständigkeitsproblem und eine überforderte LTM steht einem abgespeckten aber leistungsfähigen Kurbetrieb gegenüber. Die Lösung liegt auf der Hand. Die Stadt sollte sich für den Kurbetrieb entscheiden und einsehen, dass durch eine Ausdehnung der LTM auf Travemünde kein Geld eingespart werden kann. Die LTM sollte sich aus den Bereichen zurückziehen. Hier würden Ressourcen frei, die für die ebenso wichtige Vermarktung der Stadt Lübeck genutzt werden können. Die Stadt soll sich endlich entscheiden, die Möglichkeiten ehrlich gegenüber der Bevölkerung darstellen und das ewige Hin-und-Her beenden. Die FUL stellt sich klar hinter den Kurbetrieb.«
Thema: Text-Archiv | Kommentare deaktiviert | Autor: Helge Normann