Farben mischen sich im Auge
Samstag, 10. Juli 2010 8:11
Travemünde. Carola Zech ist gerade aus Buenos Aires eingetroffen, spannt gelbe Bänder an ein Gestell auf dem Fährplatz. Die Bänder flirren im Wind. Später sollen noch Blautöne hinzukommen. „Und ein bisschen rosa“, meint die Künstlerin. Die Farben würden sich dann im Auge des Betrachters mischen. Die Argentinierin stellt auf dem Travemünder Fährplatz ihre Skulptur für die „WindArt 2010“ (10. Juli bis 18. September) auf.

„Farbenspiel im Wind“ nennt sich das Kunstwerk von Carola Zech zur WindArt 2010. Foto: HELGE NORMANN
Zum Start der Veranstaltung mit bewegten Kunstwerken sollen 30 Skulpturen internationaler Künstler im Ostseebad stehen. An verschiedenen Orten, von der Werft Marina Baltica über das Maritim Strandhotel bis zum beschaulichen Godewindpark. Die WindArt, erklärt der Initiator der Aktion Dr. Egon Schmitz-Hübsch vom Travemünder Kunstverein, soll Travemünde ein modernes Image geben. Und sie soll dieses Jahr die Travemünder Woche ergänzen: „Im wesentlichen besteht das Landprogramm ja aus Würstchenbuden, ein bisschen Musik und so weiter“, sagt er.
Wo die zweite Wind-Art noch nicht angekommen ist, das ist die Halbinsel Priwall. Weil da nach Ansicht der Veranstalter sehr große Kunstwerke hinmüssten, und dafür fehlt dem Kunstverein (noch) das Geld. In 2011 soll aber die Viermastbark Passat mit eingebunden werden in die Kunstveranstaltung, im Rahmen des 100. Geburtstages des Windjammers. Eröffnung der WindArt 2010 ist am Samstag, 10. Juli, um 15:00 Uhr auf dem Fährplatz (Vorderreihe). HN
Thema: Text-Archiv | Kommentare deaktiviert | Autor: Helge Normann