Ratekaus Handballerinnen schreiben Vereinsgeschichte
Sonntag, 6. Mai 2012 18:20
Ratekau. Sie fielen sich in die Arme, tanzten im Kreis und schwenkten übermütig die T-Shirts über den Köpfen: Ratekaus Handballmädels haben am Wochenende zwei bemerkenswerte Heimspiel-Siege errungen. Die Weibliche Jugend B. ist einen Schritt weiter auf dem Weg zur Deutschen Meisterschaft.

Große Freude am Sonntag: Die Handballmädels siegten in fast ausverkaufter Halle. Foto: HELGE NORMANN
Zwei Tage Handball-Fieber in Ratekau: Am Samstag hatte sogar Bürgermeister Thomas Keller das Spiel eröffnet, es ging in der Vorrunde zur Deutschen Meisterschaft gegen den VTV Mundenheim. Mit 28:23 konnten sich die Ratekauerinnen in der beinahe ausverkauften Moen-Halle durchsetzen.
Den Spiel-Sonntag eröffnete dann Rainer Koch vom Vorstand des TSV Ratekau. Die Ratekauer Handballerinnen hätten „etwas erreicht, was vor ihnen in diesem Verein noch niemand erreicht hat“, sagte Koch und wünschte „Gut Sport“. Den gab es auch zu sehen, souverän setzten sich die Handballmädels schon zur Halbzeit mit 13:9 vom TSV Birkenau ab, gingen am Ende mit 25:20 auch aus dieser Partie erfolgreich hervor.
Am 20. Mai werden die Ratekaus Handballmädels nun in Ludwigshafen gegen den VTV Mundenheim das Rückspiel austragen. Sollten sie da gewinnen, unentschieden spielen oder mit höchstens vier Toren verlieren, gehören sie zu den besten vier Handballmannschaften Deutschlands und spielen im Halbfinale des „Final4“ gegen den Sieger der Gruppe D. Sollten sie dort auch erfolgreich sein, steht das Finale um die Deutsche Meisterschaft 2012 in Kappelwindeck an. Und der Sieger dort ist dann Deutscher Meister. „Unser Ziel ist aber zunächst das Erreichen des Final4“, sagt Trainerin Claudia Pooch.
Die Handballmädels werden im 700 Kilometer entfernten Mundenheim „alles daran setzen, sich für das Halbfinale der Deutschen Meisterschaft zu qualifizieren“, heißt es in einem Spielbericht auf der Seite der Handballmädels. „Was gleichzeitig der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte wäre“. HN
Thema: Text-Archiv | Kommentare (0) | Autor: Helge Normann