Beiträge vom Januar, 2012

„Wir kommen gerne wieder!“: Hamburger Eisprinzessinnen beim Finale der Scharbeutzer Bahn

Sonntag, 29. Januar 2012 11:57

Scharbeutz. Beim Friseur können sie sich umziehen, dann geht es, noch in dicken Jacken, an die Eisbahn. Die drei Mädchen freuen sich auf ihren Auftritt vor Publikum, das schon an der Bande auf sie wartet. Finale in Scharbeutz, der letzte Tag der Eislaufbahn.

Malu Chayenne Heß (13) lief zum Abschluss eine Kür zu einem Musik-Medley von Shakira. Foto: HELGE NORMANN

Malu Chayenne Heß (13) lief zum Abschluss eine Kür zu einem Musik-Medley von Shakira. Foto: HELGE NORMANN

Nacheinander führen Maria (9), Marcella (11) und Malu (13) ihre Kür vor. In wenigen Tagen, am 3. Februar, werden sie damit bei den Hamburger Landesmeisterschaften antreten, erzählt Rossi Heß, Pressesprecherin des Hamburger Schlittschuh-Clubs von 1881 e.V. über Lautsprecher. Sie moderiert den Lauf und erklärt auch, dass das nicht so schlimm ist, als mal ein Mädchen hinfällt, sich flink wieder aufrappelt und weiterläuft. Das öffentliche Eisbahn-Eis ist ein anderes als in der Halle, kälter und härter, ungewohnt. Tatsächlich ist auch die Luft eiskalt am Abschlusstag, da hilft auch die Kleidung unter den hautfarbenen Trikots nichts, die Mädchen frieren. Schnell werden dem Publikum noch ein paar Figuren vorgeführt, Drehungen und Sprünge, dann ist die Show vorbei. Die jungen Eisläuferinnen beeilen sich, ins Warme zu kommen: Auf einen heißen Kakao ins „Café Wichtig“, da haben sie sich die ganze Zeit schon drauf gefreut.

Schön war es in Scharbeutz, erzählt die Pressebeauftragte Rossi Heß noch. Die älteste, Malu, ist ihre Tochter, sie hat vor sieben Jahren in Timmendorfer Strand mit dem Training angefangen, ist dann nach Hamburg gewechselt. Scharbeutz kennt die Familie vom Urlaub her. Aber auch zum Eislaufen ist das Seebad etwas besonderes: „Traumhaft“ nennt Rossi Heß die Kulisse mit Meerblick. Die Hamburger Eisprinzessinnen kennen sich aus mit Eisbahnen, haben jedes Jahr mehrere Auftritte. Dieses Jahr auch auf Eislaufbahnen in Lübeck, Hamburg-Niendorf und Elmshorn. Die Auftritte sind mehr zum Spaß, bringen aber indirekt auch etwas für den Sport: Üblicherweise gibt es eine Spendenzuwendung für den Verein, die von Bahn zu Bahn ganz unterschiedlich ausfällt. Von diesen Geldern kann der Verein zusätzliche Eiszeiten für Training oder eben auch für die Ausarbeitung solcher neuer Showprogramme anmieten. Eine Stunde Eishalle kostet immerhin 150 Euro.

In Scharbeutz waren die Hamburger Eisprinzessinnen zur Eröffnung und zum Schluss dabei. „Das ist was ganz anders als mitten in der Stadt“, sagt Rossi Heß. Meist seien Eislaufbahnen ja „irgendwo in der Fußgängerzone“. Die Scharbeutzer Eisbahn soll wiederkommen. Ob die Hamburger Eisprinzessinnen auch wieder dabei sind, ist noch nicht ausgemacht. „Wir würden uns freuen, wenn wir wiederkommen dürfen“, sagt Rossi Heß. HN

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