Premiere für den Rettungsrucksack
Travemünde. Zwei Rettungsrucksäcke wurden vom Germanischen Lloyd aus Hamburg, dem „TÜV für Schiffe“, an die Travemünder Seenotretter übergeben. Einer der 1.000 Euro teuren Rucksäcke geht nach Puttgarden, der zweite bleibt auf der Travemünder „Hans Ingwersen“. Und hatte dort schon erfolgreiche „Premiere“.

Die neuen Rucksäcke ermöglichen eine noch bessere medizinische Erstversorgung schon an Bord: Rettungsmann Roland Willwerth, Vormann Horst Dieter Eder, Jörg Janssen vom Germanischen Lloyd, Jörg Ahrend vom des Informationszentrum Nord und der 2. Vormann Klaus Morgenroth (v.l.) bei der Übergabe der Ausrüstung in Travemünde. Foto: HELGE NORMANN
Die Rettungsrucksäcke enthalten medizinische Ausrüstung, Ärzte haben die Inhalte nach neuesten Erkenntnissen zusammengestellt. So ist eine Erstversorgung noch auf dem Schiff möglich. Den ersten Einsatz hat der Travemünder Rettungsrucksack dabei schon erfolgreich hinter sich gebracht: An Bord einer Ostseefähre auf der Strecke Lübeck-Gedser hatte sich ein Passagier den Daumen in einer Stahltür abgequetscht, der Finger soll nur noch „an einem Faden“ gehangen haben. Zwei Crewmitglieder der „Hans Ingwersen“ versorgten den Verunglückten, nahmen ihn an Bord und brachten ihn an Land. Der Passagier soll trotz Unfall und umständlicher Umsteige-Prozedur mit der Gesamtsituation nicht unzufrieden gewesen sein, sondern eher fröhlich dabei: Schmerzen gab es nicht, er hatte sich in flüssiger Form schon vor dem Unfall selbst betäubt… HN