Seniorenclub: Alle Jahre wieder…
Ratekau. Die Frauengruppe hat die Tische festlich eingedeckt mit Adventsgestecken und weißem Porzellan. Unter roten Papier-Hütchen neben den Tellern versteckt findet sich für jeden Gast ein Stückchen Marzipan. Es ist das letzte Treffen dieses Jahr im Ratekauer Seniorenclub und es geht weihnachtlich zu.

Gut gelaunt: Der Seniorenratsvorsitzende Helmut Cornehls (links) und Altbürgermeister Peter Brückel. Foto: HELGE NORMANN
Helmut Cornehls, Organisator der Veranstaltung und Vorsitzender des Seniorenrates steht im vollbesetzten Raum und begrüßt die Gäste: „Herzlich willkommen im schönen, sonnigen, warmen Seniorenclub“, sagt er. Der Spruch ist so eine Tradition in der Runde. Cornehls kündigt auch die Musiker an: Uwe Behrenbeck aus Lübeck wird wieder auf dem Akkordeon spielen, später Elisabeth Wulf aus Niendorf auf der Zither.
Aber erstmal wird noch ein Ehrengast begrüßt: Altbürgermeister Peter Brückel. Der soll mal gesagt haben, wenn er in Rente geht, dann kommt er vorbei, berichtet Cornehls. Und nun ist er da. „Die Gesichter sind mir vertraut“, sagt Peter Brückel, es hätte sich nichts verändert. Ein Gast weist darauf hin, dass alle älter geworden sind. „Das ist nicht zu sehen“, versichert Brückel und trägt noch ein Adventsgedicht vor: „Ein Tag, er kann kaum schöner sein, als im Advent bei Kerzenschein.“ Dann spielt Akkordeonspieler Behrenbeck die Donauwelle, einen Walzer. „Aber den gibt es auch als Kuchen“, kalauert der Musiker ein bisschen. Das Team vom Seniorenrat tischt trotzdem Berliner auf und schenkt eine Tasse Kaffee ein. Zeit für Gespräche an den Tischen, der neue Rewe-Markt und das neue Knie sind Themen.
Helmut Cornehls fragt noch mal ab, wer mit zum großen Gänsebratenessen am 15. Dezember in den Wennhof kommt. Dafür wird extra ein Bus gechartert. Zwischendurch schießt der Seniorenratsvorsitzende Fotos für die Chronik, bis der Film alle ist und mit einem fast schon anachronistischen Surren in der Kamera zurückgespult wird. Vieles wiederholt sich, aber das ist ja auch das schöne an der Weihnachtszeit. Helmut Cornehls schlägt als Titel für den Artikel „Alle Jahre wieder…“ vor. HN