Beiträge vom Oktober, 2011

Umsonst an den Strand?

Montag, 31. Oktober 2011 13:42

Travemünde. Die Fraktion „Die Linke“ hat unter dem Titel „Strandbenutzungsgebühr abschaffen“, einen Antrag für die Bürgerschaft formuliert und bemüht sich dafür um Zustimmung bei anderen Fraktionen. Der Bürgermeister soll die Auswirkungen des Wegfalls der Gebühren prüfen.

Werden die Automaten für die Strandgebühr eingemottet? Die Linken wollen die Abschaffung der Gebühr prüfen lassen. Foto: HELGE NORMANN

Werden die Automaten für die Strandgebühr eingemottet? Die Linken wollen die Abschaffung der Gebühr prüfen lassen. Foto: HELGE NORMANN

Der Antrag enthält gleich mehrere Prüfaufträge zum Thema: Einmal soll die Strandbenutzungsgebühr nur für Lübecker abgeschafft werden. Dann geht es um die grundsätzliche Abschaffung für alle Strandbenutzer und den damit verbundenen Einnahmeausfall für die Hansestadt Lübeck. Weiter soll geprüft werden, ob mit begleitenden Werbemaßnahmen durch den Wegfall der Gebühr Travemünde attraktiver für Gäste wird, durch steigende Besucherzahlen dann das Geld vielleicht wieder reinkommt.

Die Einnahmen aus der Strandbenutzungsgebühr durch Tagesgäste liegen in guten Jahren bei etwa 130.000 Euro. Die Gebühr beträgt genauso wie die Kurabgabe der Übernachtungsgäste 2,60 Euro. In der Kurabgabe ist die Strandbenutzung enthalten. Fällt auch die Kurabgabe weg, könnten sich die Kosten für die Stadt auf bis zu einer Million Euro summieren.

Die Aktion würde sich auch auf den Wettbewerb der Bäder in Lübecker Bucht auswirken. Da gibt man sich noch entspannt: „Derzeit gibt es keine aktuellen Überlegungen hierzu in Timmendorfer Strand!“, sagt Timmendorfs Tourismus-Chef Christian Jaletzke auf Nachfrage. HN

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