Erz: Keinen Cent für den VFB!
Donnerstag, 29. September 2011 23:01
Travemünde. „Es ist ein Profi-Verein und ich finde ein Profi-Verein der erwirtschaftet sein Geld selbst“, sagte Matthias Erz auf einer Podiumsdiskussion in Travemünde zum Thema VFB, als das es um Sportförderung ging. Erz kandidiert für die Wählervereinigung Lübecker BUNT um das Amt des Bürgermeisters.

„Da darf die Kommune keinen Cent zugeben“: Bürgermeister-Kandidat Matthias Erz zum Thema VFB. Foto: HELGE NORMANN
Der Lübecker Profi-Fußballverein könne ja auch Geld ausgeben für Trainerwechsel, große Gehälter und Einkäufe von Spielern, meinte Erz. „Und da darf die Kommune keinen Cent zugeben. Das müssen die selbst machen.“ Vom Publikum der Wahlveranstaltung im Maritim Strandhotel gab es Applaus.
Der VFB hätte seine Schulden an die Stadt nicht zurückgezahlt, erinnerte Erz an die Insolvenz des Vereins im Jahre 2008. „Die Stadt hat dummerweise da einen großen Kredit gewährt. Hat ihn nicht rechtzeitig zurückgefordert. Hat viel zu lange gewartet bis das Geld dann weg war und der Verein war Pleite“, ließ Erz die Ereignisse aus seiner Sicht Revue passieren. Vorher seien viele Spieler eingekauft und verkauft worden sowie Trainer gewechselt worden. „Wir hatten sogar eine Schatzmeister in dieser Profiabteilung, der Fraktionsvorsitzender der SPD heute noch ist“, meinte Erz. „Das sind für mich Vorgänge, die sind einfach unerklärlich.“ In einer Kommune die so verschuldete sei wie Lübeck dürfe es nicht sein, dass kommunales Geld in den Profi-Sport investiert werde. HN
Thema: Text-Archiv | Kommentare (0) | Autor: Helge Normann