Medizinwald für alle
Samstag, 30. Oktober 2010 21:35
Ratekau. Im nächsten Herbst wird man schon Flieder und Haselnüsse ernten können, vielleicht auch das erste Obst: Als Ausgleichsfläche des Gewerbegebietes Zeisstrasse wurde am Stückerbusch ein „Medizinwald“ gepflanzt.

Hilfreiche Pflanze: Hier wird ein Faulbaum gepflanzt, aus dem sich später ein Wirkstoff gegen Verstopfungen gewinnen lässt. Foto: HELGE NORMANN
Mit 215 heimischen Gehölzern legten Helfer am Wochenende den Ratekauer „Medizinwald“ an. Was wo wächst, sollen Schilder erklären. Essbare Pflanzen sind dabei wie Apfel- und Birnbäume. Und solche mit medizinischer Wirkung: Etwa die Eiche, deren Rinde gegen Fußpilz helfen soll.
Der Ratekauer „Medizinwald“ ist eine Projektarbeit von Janina Humke. Die Ärztin aus der Nähe von Lübeck hat einen Kurs zur Phytotherapeutin (Pflanzenheilkunde) gemacht. Und fand mit ihrem Projekt in der Gemeinde Ratekau gleich große Unterstützung. Die Gemeinde stellt das Grundstück, die Umweltlotterie Bingo-Lotto fördert das Projekt finanziell und der Sereetzer Umweltschutzverein übernimmt die Trägerschaft für den „Medizinwald“. Der steht allen offen, wer mag, kann sich einfach etwas pflücken. Auf eigene Verantwortung. Denn sachkundig sollte man schon sein: „Es sind auch sehr giftige Pflanzen darunter“, sagt Janina Humke. HN
Thema: Text-Archiv | Kommentare deaktiviert | Autor: Helge Normann