Travemünde-Turtle: Künstler will Riesen-Schildkröte zur „Wind Art 2010“ errichten

Travemünde. Die zweite „Wind Art“ in Travemünde (10. Juli bis 18. September 2010) soll sich über den Ort ausdehnen, angedacht sind Flächen beim Kreuzfahrt-Terminal, vor dem Maritim, im Godewindpark und auf dem Priwall. Das Zentrum der Kunst-Veranstaltung wird wieder rund um den Fährplatz mit der Alten Vogtei sein. Und da soll erneut spektakuläres entstehen: Ein riesiger, begehbarer Schildkröten-Panzer aus Holz.

Künstler Roger Rigorth will den Urzeit-Panzer vor Ort in Travemünde bauen. Foto: HELGE NORMANN

Künstler Roger Rigorth will den Urzeit-Panzer vor Ort in Travemünde bauen. Foto: HELGE NORMANN

Geschaffen wird der Urzeit-Panzer vom Künstler Roger Rigorth aus Otzberg bei Darmstadt. Wie ein Überbleibsel aus einer anderen Zeit soll das Objekt wirken, erkennbar sein als Schildkrötenpanzer, aber die Phantasie anregen. Und groß genug sein, dass man hindurchgehen kann: Sieben Meter misst das Kunstobjekt vom Kopf bis zum Schwanz, vier Meter in der Höhe und der Breite.

Das Konzept ist in Medison Wisconsin (USA) anlässlich eines Waldkunstpfades entstanden. Dort hat Roger Rigorth die Schildröte auf einen Waldweg gebaut, die Leute liefen hindurch. „Die Kinderseele erwacht. Jeder geht rein und bleibt drin stehen, weil es so ein tolles Raumgefühl ist, da drin“, erklärt der Künstler. Der Reiz ist die Bespielbarkeit des Kunstwerkes. Zur Standortfrage meint er: „Wir träumen von der Alten Vogtei, es als eine Art Schwemmgut an die Fassade zu lehnen.“ Als wäre der Riesen-Panzer nach eine Sturmflut dort liegen geblieben. Schon der Aufbau soll ein Event sein, vor Ort wird das Kunstwerk in Travemünde entstehen, man kann zuschauen, wie der Panzer gebaut wird.

Roger Rigorth freut sich schon auf die Arbeit im Ostseebad, das er vergangene Woche zum ersten Mal besucht hat. Als begeisterter Segler ist er sehr interessiert, hier etwas zu machen. HN

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Datum: Sonntag, 28. Februar 2010 20:13
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