Beiträge vom Januar, 2010

SPD will Maritim ein Zeichen setzten

Sonntag, 31. Januar 2010 16:37

Travemünde. Die SPD will die Sitzungen des Ausschusses für den Kurbetrieb Travemünde nicht mehr im Maritim Strandhotel abhalten. Frank Zahn (SPD) brachte einen entsprechenden Antrag vergangene Woche auf den Tisch. Der Grund: Das Aqua-Top.

Die SPD will nicht mehr ins Maritim (hinten), weil immer noch keine Einigkeit über den Abriss des Aqua-Top Schwimmbades (vorn) herrscht. Foto: HELGE NORMANN

Die SPD will nicht mehr ins Maritim (hinten), weil immer noch keine Einigkeit über den Abriss des Aqua-Top Schwimmbades (vorn) herrscht. Foto: HELGE NORMANN

Frank Zahn begründete seinen Wunsch nach einem Wechsel des Tagungsortes damit, dass „aus unserer Sicht sich die Maritim-Gruppe nicht unbedingt entgegenkommend gezeigt hat“ beim bislang gescheiterten Abriss der Schwimmbad-Ruine. „Alle tun und machen, aber die Maritim-Gruppe stellt sich quer“, so Zahn. Nun war sich der Ausschuss darüber einig, dass die entgangene Saalmiete dem Maritim wohl kaum die Schweißperlen auf die Stirn treiben wird, aber die SPD wollte auch eher ein Zeichen setzten.

Jochen Mauritz erinnerte daran, dass vom Kurbetriebs-Ausschuss bislang keiner bei den Verhandlungen ums Aqua-Top dabei gewesen sei, um die Argumente der Maritim-Gruppe zu hören. „Da wäre ich doch sehr vorsichtig, so eine Entscheidung zu treffen“, meinte Mauritz.

Karl Erhard Vögele (FDP) fand ebenfalls deutliche Wort für den Antrag: „Das ist eine Vorwegnahme einer Schuldzuweitung.“ Diplomatisch sei das sehr ungeschickt. „Wir sollen auf Einigung hinarbeiten“, meinte Vögele.

Meinhard Wichmann (CDU) nannte den Antrag „kleinkariert“ und „Albern“. Wichmann: „Damit werden wir den Abriss nicht schneller voranbringen“.

Schließlich einigte sich der Ausschuss darauf, zur nächsten Sitzung einen Vertreter der Maritim-Gruppe um Teilnahe zu bitten und auch Wirtschaftssenator Wolfgang Halbedel einzuladen. Frank Zahn zog den SPD-Antrag auf Wechsel des Tagungsortes daraufhin zurück. Im späteren Verlauf der Sitzung erkundigte sich Gisela Panther-Pätow (SPD) noch, ob es Pläne gibt, was im Sommer mit dem dann entmieteten Aqua-Top anzufangen sei, falls nicht abgerissen wird. Kurdirektor Uwe Kirchhoff versprach, einmal beim Bäderbetrieb zu recherchieren „ob es einen Plan B gibt“. Daraufhin wurde beschlossen, zur Februar-Sitzung gleich auch den Geschäftsführer der städtischen KWL GmbH Dirk Gerdes einzuladen, der ja mit dem Abriss des Gebäudes betraut ist. Dann wären mal alle an einem Tisch. HN

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