WindArt wird zum Sommerhit
Sonntag, 30. August 2009 6:32
Travemünde. Unter der „Bake“, einer Pyramidenförmigen Skulptur aus aufgespannten Stoff-Dreiecken, saßen am Sonntag die Besucher auf den Rasenflächen des Fährplatzes und lauschten der Big Band »Königliche Fanfaren Korps Sankt Josef«. Mehr als 1000 Zuhörer wurden gezählt. Am Eröffnungstag waren es 200-300, und auch zwischendurch sieht man ständig Menschen vor den Informationstafeln der „WindArt“ stehen. Die Veranstaltung scheint zur Erfolgsstory des Sommers zu werden.

Schirmherr Peter Sünnenwold und Künstlerin Anja Es schnitten das rote Band durch und eröffneten damit die „WindArt“. Foto: HELGE NORMANN
Schon zur Eröffnung hatte sich viel Publikum eingefunden. Lübecks stellvertretender Stadtpräsident Peter Sünnenwold, Künstlerin Anja Es und Wind-Art-Initiator Dr. Egon Schmitz-Hübsch von der „Alten Vogtei“. »Ein frischer Wind weht durch Travemünde«, sagte Sünnenwold, und das rein privat finanziert.

Gut besucht: Der „Kinetic Ideenpark“ neben der Alten Vogtei. Foto: HELGE NORMANN
Da dreht sich ganz langsam der „Rotor“ des Essener Künstlers Friedel Deventer am roten Mast auf dem Fährplatz. Im Vogteigarten, der zum „Kinetic Ideenpark“ wurde, schaukeln die „kinetic hands“ von Jörn Hanitzsch aus Cottbus im Wind und Besucher geben dem „Magnus Pendel“ von Bernward Frank aus Aachen einen Schubs. Am Abend sind viele Objekte beleuchtet, was dem Bild noch einmal einen ganz anderen Zauber gibt.

Unter den Ehrengästen bei der Eröffnung: Lisa Dräger und Uwe Martineck. Foto: HELGE NORMANN
Ursprüngliche Idee der „WindArt“ war ein Erlebnispark, der sich über ganz Travemünde verteilt. Das war auch der Wunsch vieler Teilnehmer bei der Eröffnung, die Objekte mögen freier an noch weiteren Stellen in Travemünde zu sehen sein. Ein Problem dabei sind die hohen Flächennutzungsgebühren: So sollten die riesigen Kunstwerke ursprünglich auch auf der Wiese des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) am Leuchtenfeld stehen. Die mit der Vermarktung der Fläche beauftragte Lübeck- und Travemünde Marketing-GmbH (LTM) nannte hierfür einen Preis von 600 Euro pro Tag, was bei 37 Veranstaltungstagen Kosten in Höhe von 22.200 Euro verursacht und das Budget der ganzen Veranstaltung gesprengt hätte. 600 Euro pro Tag sollen laut LTM-Angaben der Preis sein, den das WSA auch der Marketinggesellschaft berechnet. So bleibt die „WindArt“, die noch bis 20. September läuft, in diesem Jahr in der Altstadt.

Geben dem Fährplatz ein Gesicht: Kunstwerke wie die „Bake“ und die „MusicLine“. Foto: HELGE NORMANN
Eine Fortsetzung für 2010 ist sehr wahrscheinlich, denn schon jetzt melden sich ständig neue Künstler, die im Rahmen der Veranstaltung ausstellen wollen. Das Interesse mag auch dadurch befeuert werden, dass erste Objekte bereits einen Käufer gefunden haben… HN
Thema: Text-Archiv | Kommentare deaktiviert | Autor: Helge Normann